Große Weserrunde 2025

305 Kilometer – drei Bundesländer – ein Ziel: gemeinsam ankommen.

Am 23. August 2025 war es wieder so weit: Die 15. Große Weserrunde stand an – für mich ein echtes Highlight im Radsportkalender. Früh morgens um 5:30 Uhr fiel in Rinteln der Startschuss – noch im Dunkeln, bei feuchtem Asphalt und leichtem Nieselregen. Vor uns: über 300 Kilometer entlang des Weserradwegs, durch das Weserbergland bis nach Hann. Münden, dem Entstehungsort der Weser – und wieder zurück.

Ich hatte das Glück, mit drei starken Mitfahrer:innen unterwegs zu sein: Ricarda Bodenburg, Karin Demirtas und Lars Ruhm, allesamt erfahrene Langstreckenfahrer:innen vom Garbsener SC bzw. der RSG Harsewinkel. Unser Ziel war klar: gemeinsam durchkommen, das Gruppenerlebnis genießen – und dabei eine flotte Zeit hinlegen.

Die ersten 100 Kilometer hatten es wettertechnisch in sich: Immer wieder Regenschauer, teils böiger Wind – aber wir hielten den Rhythmus hoch und wechselten uns alle 2–3 Kilometer in der Führung ab. Für mich war es besonders wichtig, den Kopf oben zu behalten, auch wenn es nass, kalt oder zäh wurde. Ich würde meine Rolle im Team als eine Art mentalen Anker beschreiben – jemand, der sagt: „Komm, weiter geht’s – das hier ist der Deal, für den wir angetreten sind.“

Und es hat funktioniert. Als gegen Mittag endlich die Sonne durchkam und die Sachen zu trocknen begannen, lief es gefühlt noch runder. Selbst ein platter Reifen bei Gieselwerder brachte uns nicht aus dem Konzept – Teamarbeit, Ruhe und Erfahrung machen den Unterschied.

Nach 10 Stunden und 50 Minuten rollten wir als geschlossene Gruppe zurück nach Rinteln. Keine Ausreißer, kein Taktieren – einfach vier Fahrer:innen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen. Mein Fazit:

„Das Wetter hätte schlechter sein können – und die Gruppe kaum besser.“

Diese Tour hat mir wieder gezeigt, wie viel Radsport auch über die Vereinsgrenzen hinweg verbindet. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man selbst lange Tage im Sattel in echte Höhepunkte verwandeln.